Unsere Lahn-Winzer ...

 

 

Die Großlage "Obernhofer Lahntal" gehört zum Weinanbaugebiet Mittelrhein.

 

Das Weinanbaugebiet "Mittelrhein" liegt in Rheinland-Pfalz und schließt die Weinbauorte Oberdollendorf, Niederdollendorf, Königswinter und Rhöndorf in Nordrhein-Westfalen ein. Mit einer Gesamtrebfläche von 467 ha (Stand 2016) ist der Mittelrhein das zweitkleinste Anbaugebiet in Deutschland.

 

Das Weinbaugebiet Mittelrhein erstreckt sich über ca. 110 km von der Nahe bei Bingen bis zum Siebengebirge bei Bonn.  Während am oberen Mittelrhein, von Bingen bis Koblenz hauptsächlich die linke Hangseite entlang des Rheins mit Rebstöcken bepflanzt wurde, ist am unteren Mittelrhein, der von Koblenz bis zum Siebengebirge reicht, vor allem die rechte Uferseite bestockt. Die rechte Rheinseite zwischen Lorchhausen und Rüdesheim liegt in Hessen und zählt zum Weinanbaugebiet Rheingau.

 

Das Weinbaugebiet weist drei Schwerpunkte auf: im Süden um Bacharach/Oberwesel, in der Mitte der Bopparder Hamm, im Norden um Leutesdorf/Hammerstein. Zum Mittelrhein zählen auch die Weinberge im Lahntal und Weinähr.

 

In der Großlage "Obernhofer Lahntal" liegen die Weinbergslagen "Obernhofer Goetheberg" und "Adelhahn" in Obernhof und die "Weinährer Giebelhöll" in Weinähr.

 

Nach Fertigstellung der Flurbereinigung weisen alle drei Weinbergslagen insg. ca. 12 ha Weinberg auf.

 

Im VinoVent-Obernhof können Sie Weine folgender Lahn-Winzer verkosten und erwerben:

 

* Weingut Uwe & Sabine Haxel, Arnsteiner Str. 1-3, Obernhof

* Weingut Massengeil-Beck, Borngasse 5, Obernhof

* Weingut Schreiberlay, Hauptstr. 8, Obernhof

 

* Weingut Arnsteiner Hof, Weinähr

* Weinhaus Treis, Weinähr

 

 

 

 

 

Geschichte des Weinbaus an der Lahn

Weinbau an der Lahn hat eine lange Tradition und eine eigene Geschichte. Im Jahre 1139 übernahmen Prämonstratenser Mönche aus Calbe an der Saale die alte Burg des Grafen Ludwig von Arnstein und begannen mit dem Umbau zum Kloster. Noch im Jahr der Gründung des Klosters entsandten die Patres, der Legende nach, zwei Brüder in ein befreundetes Kloster in Burgund. Die beiden Mönche wurden ein Jahr lang mit den grundlegenden Kenntnissen des Weinbaus vertraut gemacht und kehrten, so die Sage, im Jahre 1140 mit mehreren Bündeln Spätburgunder-Setzlingen zu Fuß nach Arnstein zurück. Von dort aus wurden in vielen Orten der Umgebung Wingerte angelegt, unter anderem in Seelbach, Winden, Weinähr, und Obernhof.

 

Ausgehend von der unteren Lahn breitete sich der Weinbau nach und nach fast das ganze Lahntal hinauf und teilweise auch in die Seitentäler aus. In seiner Blüte im 16. und 17. Jahrhundert wurden zwischen Marburg und Lahnstein mehr als 100 Hektar Weinberge bebaut.

 

Betriebswirtschaftlich unterschied sich der Weinbau an der Lahn grundlegend von den Gegebenheiten an Mosel und Rhein. Weinbau an der Lahn war, von wenigen Betrieben (Kloster Arnstein, Obernhof; Weingut Graf von und zum Stein, Nassau; Fürstlich Wiedsche Kellerei, Runkel) abgesehen, immer ein Zubrot im Rahmen der bereits betriebenen Landwirtschaft. Da die Lahn aufgrund der klimatischen Veränderungen (Absinken der mittleren Temperaturen nach der Mittelalterlichen Warmzeit) spätestens ab dem 18. Jahrhundert als Weinbau Randgebiet zu betrachten ist, war der Weinbau auch der Betriebszweig, der bei sich bietenden Einkommensalternativen, zuerst aufgegeben wurde.

 

Im 19. Jahrhundert ging der Weinbau stark zurück, so weist die Preußische Lagenklassifizierung von 1866 nur noch wenige Weinberge in Obernhof und Weinähr aus. Geographisch gehörten die Weinberge an der Lahn nach 1805 aufgrund ihrer Lage in Hessen-Nassau (ab 1866 preußische Provinz) zum Weinbaugebiet Rheingau. Es sind daher in den Hessischen Staatsarchiven in Weilburg, Wiesbaden und Idstein, sowie im Weinbauamt Eltville zahlreiche Unterlagen über den Umfang des Weinbaus und die Erntemengen an der Lahn erhalten. Leider sind die daraus ersichtlichen Zahlen vielfach widersprüchlich. Zudem schwanken die Angaben über die bestockte Fläche der einzelnen Gemarkungen und die Ertragszahlen in wenigen Jahren um mehrere 100 Prozent, so dass ohne eine eingehende Sichtung der Daten keine detaillierten Aussagen zu treffen sind. Sicher ist, dass der Weinbau an der Lahn im Laufe des 19. Jahrhunderts weiter an Bedeutung verlor, zumal der erstarkende Bergbau, die Schifffahrt und ab 1864 die Eisenbahn bessere Einkommensalternativen boten.

Ab 1880 wurden die brachliegenden Weinberge durch zuwandernde Familien von der Mosel wieder in die Bewirtschaftung genommen. Seit dieser Zeit spielt die Rebsorte Riesling auch an der Lahn eine bedeutende Rolle. Um 1900 wurde von staatlicher Seite versucht den Weinbau an der Lahn weiter zu stärken. So wurden vermehrt Kurse und Schulungen angeboten, die den Wissensstand der Winzer verbessern sollten. In dieser Zeit wurde auch versucht die Rebsorte Saint Laurent einzuführen, die anders als der althergebrachte rote Burgunder gleichmäßigere und bessere Erträge versprach. Angebaut wurde diese Rebsorte daraufhin allerdings nur in sehr begrenztem Rahmen.

Anders als am Mittelrhein und an der Mosel blieb die Lahn in den 1920er Jahren von der Reblaus fast vollständig verschont. Der zur gleichen Zeit massiv auftretende falsche Mehltau (Peronospora, Plasmopara viticola) führte jedoch zur Aufgabe des Weinbaus an der mittleren Lahn, oberhalb Diez. Während der Weltwirtschaftskrise wandte sich die bäuerliche Bevölkerung an der unteren Lahn wieder vermehrt dem Weinbau zu. Dies wurde ab 1932 durch die Neuanlage von Weinbergen im Rahmen von Programmen des Reichsnährstandes massiv unterstützt. Neu angepflanzt wurde vor allem Riesling, der als Sektgrundwein über Kommissionäre vermarktet wurde. Der Weinbau erreichte daher von 1936 bis 1956 an der unteren Lahn seine größte Ausdehnung. So wurden 1938 in Obernhof (12 Ha) und Weinähr (28 Ha) insgesamt 40 Hektar Rebfläche bebaut.

 

Nach dem 2.Weltkrieg hielt sich der Weinbau noch einige Jahre. Wein war ein begehrtes Tauschobjekt. Im aufkommenden Wirtschaftswunder verlor der Weinbau jedoch rasch wieder an Boden, denn es gab neue lukrativere Einnahmequellen, vor allem auch im Tourismus. 1956 kann als ein Schicksalsjahr des Weinbaus an der Lahn bezeichnet werden, da aufgrund von Spätfrösten „Noch nicht ein Eimer Trauben“ aus allen Weinbergen Obernhofs geerntet werden konnte. Trotz eines Hilfsprogramms der Rheinland-Pfälzischen Landesregierung gaben daraufhin zwei Drittel der Betriebe den Weinbau auf. Die verbliebenen Betriebe setzten danach auf die ausschließliche Selbstvermarktung im Rahmen von Weinstuben oder Straußwirtschaften. Die Betriebsform Weinbau alleine ist seit dieser Zeit an der Lahn nicht mehr anzutreffen.

Mit der Reform der Weinbaugesetzgebung 1971 hörte das Weinbaugebiet Lahn auf zu existieren. Die noch bestockten Lagen (damals 4) wurden unter der Großlage Lahntal dem Weinbaugebiet Mittelrhein zugeschlagen. 1981 wurden an der Lahn noch 5,5 Hektar Rebfläche bebaut, davon etwa 4,8 Hektar in Obernhof und Weinähr. Durch ein beschleunigtes Zusammenlegungsverfahren des Kulturamtes Westerburg in Obernhof, in den Jahren 1982 bis 1985 gelang es die bebauten Flächen dort wieder auf etwa 6 Hektar auszudehnen.

 

30 Jahre später stehen die Lahnwinzer nun in einem neuen Flurbereinigungsverfahren.

Alles zum aktuellen Stand der Flurbereinigung finden Sie unter: www.obernhof.net/projekte/

 

Hotel am Goetheberg

Reservierung, Anfragen, etc. des Hotelbetriebes:

Tägl. 12.00 bis 18.00 Uhr

Fon: (+49) 02604/9446646

Mail: kontakt@hotel-am-goetheberg.de

 

VinoVent-Obernhof

Anfragen, etc.  Lahn-Wein-Proben & Wein-Verkauf:

Tägl. 12.00 bis 18.00 Uhr

Fon: (+49) 02604/9446646

Mail: kontakt@vinovent-obernhof.de

 

Pizzeria - Da Toni

Öffnungszeiten:

11.30 bis 14.00 Uhr (Sa - So)

17.30 bis 22.00 Uhr (Di - So)

Montag Ruhetag!

Fon: (+49) 02604/9513155

Mobil: (+49) 0152/28602978

 

BESTELL-SERVICE:

Mittag & Abend (Di-So)

Fon: (+49) 02604/9513155

 

Bitte beachten Sie unsere BETRIEBSFERIEN im Winter:

04.11.2019 - 28.11.2019

22.12.2019 - 31.01.2020

Speisekarte des Restaurants zum Download
Speisekarte.pdf
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